News


Morath und Stiebjahn erneut in der Gesamtwertung vorne

Beim Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald hat sich auf der letzten Etappe der Deutsche U23-Meister Max Brandl den Prestige-Erfolg geholt. Der Lexware-Fahrer gewann mit 33 Sekunden vor Julian Schelb und 34 Sekunden vor Gesamtsieger Simon Stiebjahn, der seinen Titel aus dem Vorjahr mit drei Minuten Vorsprung auf Matous Ulman und 9:45 vor seinem Bulls-Teamgenossen Simon Schneller verteidigte.

Auch auf der vierten und letzten Etappe des Rothaus Bike Giro über 63,5 Kilometer kontrollierte der Träger des Gelben Trikots souverän. „Ich musste heute nie ans Limit gehen“, meinte der souveräne Sieger. „Alle vier Tage liefen perfekt und den Titel zu verteidigen ist genial.“ Er konnte Max Brandl sogar auffordern Attacken zu lancieren. „Es gab, zwei, drei Fahrer, die wir nicht gehen lassen wollten“, erklärte Stiebjahn und schloss dabei Simon Schneller mit ein, der seinen dritten Gesamtrang verteidigen wollte. „Aber Max gehörte nicht dazu und für uns war es einfach zu kontrollieren, wenn eine ungefährliche Spitzengruppe weg geht.“ Brandl musste allerdings mehrere Versuche starten. Schon vor der ersten Verpflegung bei Kilometer 23,7 hatte er angegriffen, wurde jedoch wieder eingeholt. Nach der Verpflegung versuchte er es noch mal und holte auch einen Vorsprung raus. Doch dann schloss er in einem Trail zu einem Führungsmotorrad auf und das kam vor ihm zu Fall. Der Student aus Freiburg stürzte über das Motorrad drüber, holte sich ein paar blutige Kratzer, musste aber vor allem seinen Lenker wieder geradebiegen.

Der 21-Jährige gab jedoch nicht auf und griff ein weiteres Mal an, auch um seinem Teamkollegen Luca Schwarzbauer zu helfen, der in der Gesamtwertung nur eine Sekunde hinter dem Schweizer Michael Stünzi (Texpa-Simplon) lag. „Wir wollten den Stünzi los werden“, erklärte Brandl. Das gelang auch, doch Stünzi kam zumindest in die Verfolgergruppe wieder zurück. Diese Situation sollte später noch für Diskussionen sorgen, denn Stünzi, der eigentlich Etappenzweiter wurde, bekam nach einem Protest mehrerer Fahrer eine fünfminütige Zeitstrafe aufgebrummt. Der Grund: Ein Team-Mitglied, dem erlaubt worden war mit einem eBike quasi als Presse-Fahrzeug auf der Strecke zu sein und Aufnahmen zu machen, hatte sich mehrfach zwischen die Fahrer gemischt und es gab den Verdacht, dass er Stünzi Windschatten gegeben hatte. Die Jury entschied sich aufgrund der Zeugenaussagen dann zum Zurücksetzen des Schweizers, der damit nur Tages-13. wurde und in der Gesamtwertung auch seinen fünften Rang verlor.

Zurück zum Renngeschehen: Max Brandl griff nach der zweiten Verpflegung (km 46,5) auf einer Flachpassage erneut an. „Da wusste ich, dass ich vielleicht der Stärkste im Feld bin“, meinte er. Er ging mit 20 Sekunden Vorsprung in die nächste Steigung, baute seinen Vorsprung bis auf eine knappe Minute aus, und begann erst auf den letzten Kilometern etwas zu leiden. Dennoch holte er sich souverän seinen ersten Etappensieg beim Rothaus Bike Giro. „Das Terrain heute ist mir entgegen gekommen“, meinte er nach seinem Triumph. „Ich habe heute vor dem Start schon gedacht, dass ich was machen könnte.“

Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr) wurde mit 33 Sekunden Abstand Zweiter. „Ich habe vor der Etappe schon mit einem Sieg geliebäugelt“, so Schelb, der eine Attacke von Brandl mitgegangen war. Doch als er registrierte, dass Sascha Weber (Maloja-Rocky Mountain) wegen eines Defekts zurückgefallen war und er so die Chance auf Gesamtrang vier hatte, ging er mehr auf Sicherheit. „Mit dem zweiten Platz bin ich heute echt zufrieden, zumal ich am letzten Berg auch schon abgehängt war“, so Schelb.

Matous Ulman (Ceska Sporitelna-Accolade) verteidigte seinen zweiten Gesamtrang. Erst zum Schluss wurde der Tscheche abgehängt und erreichte schließlich mit 1:01 Minuten Rückstand als Fünfter das Ziel. Mit einem Lachen im Gesicht gratulierte er Simon Stiebjahn zum Gesamterfolg. „Ich kann zufrieden sein mit meinem zweiten Platz“, so Ulman.

Simon Schneller war vielleicht die Überraschung der Rundfahrt. Der U23-Fahrer aus Oberlengenhardt hielt sich auch am Schlusstag fast 40 Kilometer lang in der Spitzengruppe, ehe er ein wenig Pech hatte, weil in einem Trail eine Lücke aufging und er sie trotz der Hilfe seines Bulls-Teamkollegen Martin Frey ganz knapp nicht mehr geschlossen bekam. „Wir sind dann lange nur 15, 20 Sekunden hinter der Spitze hergefahren. Danke an Martin, dass er mich so unterstützt hat. Es war noch mal ein großer Kampf, aber Rang drei in der Gesamtwertung, das ist überragend“, kommentierte Schneller, der als Siebter mit 2:26 Minuten Rückstand das Etappenziel in Rothaus erreichte.

Zum Tagesdritten wurde Luca Schwarzbauer gekürt, der unmittelbar hinter Julian Schelb ins Ziel gefahren war. „Heute habe ich mich perfekt gefühlt. Es ist zwar manches unglücklich gelaufen. Nach Max’ Attacke musste ich natürlich abwarten und konnte nicht hinterherfahren. Aber jetzt bin ich zufrieden, mit dem Podestplatz und dem fünften Rang in der Gesamtwertung natürlich auch.“

Mit dem Etappen-Sieg von Janine Schneider (Cube Bikes) endete in Grafenhausen bei den Damen die zweite Auflage des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald. Nach 63,5 Kilometern gewann Schneider mit 2:39 Minuten Vorsprung auf Christina Kollmann-Forstner und 2:40 Minuten vor Gesamtsiegerin Adelheid Morath, die auf der Schlussetappe nichts mehr anbrennen ließ. „Mega schön“, sei das, sagte eine strahlende Janine Schneider. „Das stärkt nach den letzten beiden Tagen das Ego wieder.“ Sie zeigte sich auf der Schlussetappe sehr offensiv. Nach der ersten Verpflegungszone bei Kilometer 23,7 zog die Transalp-Siegerin davon und arbeitete sich bis zur Heidenmühle an Verpflegung 2 bereits eine knappe Minute Vorsprung heraus. „Ich habe gesehen, dass sie nicht mitkommen und dachte, okay, jetzt Vollgas“, erzählte Schneider. „1000 Mal“, hätte sie sich rumgedreht, um nach den Verfolgerinnen Ausschau zu halten, doch die begnügten sich mit dem Verwalten des Zeitbudgets aus den vergangenen drei Tagen. „Für mich ist das ein super Abschluss und ich bin glücklich über das gute Ende“, so Schneider, die in der Endabrechnung Sechste wurde.

Aus dem bis dato dominierenden Damen-Quartett fiel die Südafrikanerin Robyn de Groot (Ascendis Health) zurück, so dass Sabine Spitz (Wiawis Bikes), Christina Kollmann-Forstner (Texpa-Simplon) und Adelheid Morath (jb Brunex-Felt) um die verbleibenden Podiumsplätze fuhren. Den zweiten hätte Sabine Spitz holen können. Aber: „Ich bin ein paar hundert Meter vor dem Ziel in dem Gewirr ins Absperrband gefahren“, erklärte Spitz und konnte drüber schon wieder schmunzeln, auch wenn es sie das Tagespodest kostete. „Es lief die vier Tage besser als gedacht. Klar habe ich durch die Verletzung viel verloren und konnte Adelheid nicht Paroli bieten, aber es war sicher ein guter Aufbau für die nächsten Wochen“, konstatierte Spitz, die als Gesamt-Dritte letztlich 11:03 Minuten Rückstand auf Morath hatte.

Christina Kollmann-Forstner hatte das Vergnügen eine Sekunde vor Adelheid Morath als Zweite über die Ziellinie zu fahren. Zum vierten Mal in diesen vier Tagen. „Um der Ehre willen“, sagte sie lachend. „Ich denke Adel ist mir nicht böse.“ Sie hätte am letzten Tag „nicht mehr die guten Beine“ gehabt, gestand die Salzburgerin. „Wir haben uns gestern doch einen Kampf geliefert. Aber ich bin sehr zufrieden und muss den Veranstaltern ein Kompliment machen. Es war eine gemütliche Atmosphäre und ich komme sicher wieder.“

Adelheid Morath stand mit einem lachenden Gesicht daneben und genoss die Augenblicke ihres zweiten Gesamtsieges. „Sicher war es für mich hauptsächlich eine Vorbereitung auf das Weltcup-Finale und die WM, aber die Strecken, die Stiebi (Simon Stiebjahn) ausgesucht hat, haben Spaß gemacht und es ist besonders schön in der Heimat zu gewinnen“, erklärte die Siegerin. „Ich hatte auch heute noch mal gute Beine und die Werte waren ermutigend.“

Robyn de Groot erreichte das Ziel als Tages-Fünfte (+3:32) und beendete die Rundfahrt auf Rang vier. „Ich kann den Bike Giro wirklich weiterempfehlen. Die Reise hierher lohnt sich“, meinte die Südafrikanische Marathon-Meisterin und Ex-Straßenfahrerin und bedankte sich für die Unterstützung der Veranstalter.

Ergebnisse, Bilder und Videos: https://rothaus-bike-giro.de/live-2018/

Stiebjahn macht Hattrick perfekt; Tschechen-Duo Visnovsky und Ulman auf den Plätzen | Triple für Adelheid Morath; Christine Kollmann-Forstner etabliert sich an zweiter Position

Titelverteidiger Simon Stiebjahn drückt beim Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald den heimischen Trails weiter seinen Stempel auf. Trotz Defekt holte er sich auch auf der dritten Etappe über 76 Kilometern mit Start und Ziel in Grafenhausen-Rothaus. In 2:56:31 Stunden mit 13 Sekunden Vorsprung auf Tomas Visnovsky und 41 Sekunden vor Matous Ulman.

Nach etwa 35 Kilometern registrierte Simon Stiebjahn, dass in seinem Hinterrad eine Speiche gerissen war. Der Bulls-Fahrer hatte das Glück, dass Teamkollege Martin Frey nicht weit dahinter lag. Der Tausch der Hinterräder war rasch erledigt und Stiebjahn in der Lage die 25 Sekunden Differenz auf die Spitzengruppe wieder zu schließen. An der zweiten Verpflegungszone an der Hochfirst-Schanze (km 42,6) und der folgenden Abfahrt hatte sich das Gelbe Trikot dann schon wieder in die Spitzengruppe gemischt. Auf dem Singletrail-Anstieg hinauf zum Hochfirst-Turm entstand dann eine vierköpfige Spitzengruppe, die von Luca Schwarzbauer (Lexware) angeführt wurde und neben Stiebjahn auch die beiden Ceska Sporitelna-Accolade-Fahrer Visnovsky und Ulman an Bord hatte. So richtig aufs Tempo drückte das Quartett jedoch nicht, so dass bis zum letzten Anstieg die Gruppe wieder größer wurde. Mit dabei war auch wieder der Gesamt-Dritte Simon Schneller vom Team Bulls. Am letzten Anstieg spielten das spätere Podest-Trio dann seine Qualitäten erneut aus und sprengte die Gruppe. Vorne riss Visnovsky dann einmal eine Lücke im Downhill, Stiebjahn jagte hinterher und als es in den nächsten Anstieg ging, da unterlief Ulmann ein Fehler. „Ich bin in einem Singletrail mal hängen geblieben und musste vom Bike“, gestand Ulman. „Aber Simon war heute auch wieder sehr stark und er hat auf seinen Heimat-Trails natürlich einen Vorteil.“ Der Leader nutzte die letzte steile Rampe, um auch Visnovsky, der am Tag zuvor alle Gesamtchancen durch mehrere Defekte eingebüßt hatte, zu distanzieren.

„Ich hatte das Glück, dass Martin bei dem Defekt gleich hinter mir war. Nach dem Wechsel des Laufrads ist meine Kette etwas gesprungen und ich musste aufpassen, dass ich einen Klemmer vermeide“, erklärte Stiebjahn nach seinem dritten Etappensieg. „Dass es heute meine Strecke war, das hat mir auch geholfen. Ich hätte schon früher wegfahren können, aber das war mir zu riskant. Schauen wir mal was morgen noch passiert, aber es läuft bisher super.“ Sein Vorsprung vor dem letzten Tag in Rothaus ist jetzt auf 2:47 Minuten angewachsen. Defektpech hatte Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr), der, während Stiebjahn in der Aufholjagd war, auf dem Weg zur zweiten Verpflegungszone einen Hinterrad-Defekt erlitt und am Ende deshalb nur Tages-Elfter wurde (+5:23). „Schade, es ging heute eigentlich ein wenig besser als gestern“, so der Münstertäler.

Simon Schneller verteidigte als Tages-Fünfter (+2:15) hinter Luca Schwarzbauer (+2:06) seinen dritten Gesamtrang und baute den Abstand auch gegenüber dem jetzt Gesamtvierten Sascha Weber (Maloja-Rocky Mountain, 2:36) noch mal um 21 Sekunden aus. „Es lief auch heute wieder gut“, nickte Schneller, „ich habe geschaut, dass ich Sascha in Schach halte und das ist mir gelungen.“ Luca Schwarzbauer erwischte einen sehr guten Tag. Der 22-Jährige meinte im Ziel, dass ihm das Profil deutlich mehr entgegen gekommen wäre als das vom Tag zuvor. „Es lief genial und ich hatte in den Anstiegen immer das richtige Tempo. Die Trails heute haben auch sehr viel Spaß gemacht.“

Auf den Trails im heimischen Hochschwarzwald fühlt sich Adelheid Morath sichtlich wohl. Die Deutsche Vize-Meisterin im Cross-Country war auch auf der dritten Etappe des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald die Schnellste und nahm dabei der Österreicherin Christina Kollmann-Forstner nach 76 Kilometern in 3:25:16 Stunden noch mal 15 Sekunden ab. Tagesdritte wurde Südafrikas Marathon-Meisterin Robyn de Groot, die mit 3:33 Minuten Differenz auch Sabine Spitz auf Gesamtrang drei näher rückte.

Bis zur zweiten Technischen Zone an der Hochfirstschanze (km 42,7) sah man ein Quartett mit erfahrenen Bikerinnen an der Spitze, das man da auch erwartet hatte. Adelheid Morath (jb Brunex-Felt), Sabine Spitz (Wiawis Bikes), Christina Kollmann-Forstner (Texpa-Simplon) und Robyn de Groot (Ascendis Health) passierten vor dem folgenden Singletrail-Anstieg zum Hochfirst-Turm die Verpflegung. Kollmann-Forstner ging als Erste in den Trail und prompt mischten sich vier Herren zwischen die Salzburgerin und Adelheid Morath. „Mir ist dann gelungen an denen vorbei zu fahren“, berichtete Adelheid Morath, die zu Kollmann-Forstner aufschloss und mit der Ex-Europameisterin fortan ein Spitzenduo bildete. Sabine Spitz und Robyn de Groot wurden zur Verfolgerinnen-Paarung. Sie arbeiteten zusammen, konnten aber die Lücke zu den beiden Ausreißerinnen nicht verringern. „Wir haben zusammen gearbeitet“, erzählte Kollmann-Forstner im Ziel, „und uns schön abgewechselt. An der letzten steilen Rampe hatte ich dann keine Chance gegen Adelheid. Aber ich bin zufrieden und die Etappe mit den Trails war heute richtig lustig.“

Die Etappensiegerin strahlte aus ihrem Gelben Trikot. „Wir Frauen haben vereinbart, dass wir unser eigenes Rennen fahren“, sagte Adelheid Morath. Also nicht vom Windschatten einer Männer-Gruppe zu profitieren. Zu Beginn waren sie zu acht unterwegs, doch dann fuhr eine Männer-Gruppe von hinten auf und eine Mischung war in den Trails nicht zu vermeiden. „Es war sehr taktisch heute. Mit Christina habe ich gut zusammen gearbeitet und am letzten Berg dann attackiert. Ich wusste, dass ich da stärker sein werde. Bis jetzt läuft es sehr gut bei mir.“ Robyn de Groot ließ Sabine Spitz am letzten längeren Berg zurück und fuhr solo zum dritten Rang, 3:33 Minuten hinter Morath und 49 Sekunden vor Sabine Spitz. „Es ging ganz gut und wir hatten heute viel Spaß in den Trails“, zeigte sich de Groot zufrieden mit ihrem Tagwerk.

Sabine Spitz wurde rund fünf Kilometer vor dem Ziel noch von U23-Nationalfahrerin Antonia Daubermann (Stevens-Global Fine Art) eingeholt und passiert. „Ich bin gleich vorbei und all-out gefahren“, berichtete Daubermann, die sich über ihren vierten Rang freute und auch deutlich mehr Spaß hatte als in den steilen Rampen am Feldberg. „Es ist mein erstes Etappenrennen und Speedy (Bundestrainer Peter Schaupp) hat gemeint, das würde als Training was bringen für die WM. Also habe ich es gemacht“, so Daubermann, die sich als Gesamt-Fünfte trotz Defektpech beim Prolog bisher sehr gut verkauft.

Ergebnisse & Bilder: https://rothaus-bike-giro.de/live-2018/

Stiebjahn ballert auf und davon: Titelverteidiger gewinnt zweite Etappe vor Matous Ulman | Adelheid Morath im „Berg-Modus“

Simon Stiebjahn hat auf der zweiten Etappe des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald seinen zweiten Etappensieg bei der Elite Herrenklasse gefeiert. Er gewann auf den 59 Kilometern mit Start und Ziel am Feldberg mit 1:02 Minuten Vorsprung auf den Tschechen Matous Ulman und 4:41 Minuten vor dem überraschend starken Simon Schneller. Stiebjahn baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 2:07 Minuten gegenüber Ulman aus, der jetzt Zweiter ist.

Bei der ersten Verpflegungsstelle in Todtnau bei Kilometer 25,5 lagen noch acht Fahrer mehr oder weniger zusammen. An achter Stelle war Luca Schwarzbauer von Lexware mit 24 Sekunden Rückstand unterwegs. Simon Stiebjahn (Team Bulls) übernahm im folgenden Anstieg sofort die Initiative und „ballerte“ (Sascha Weber) in den vier Kilometer langen Berg hinein. „Ich habe gemerkt, dass Julian (Schelb) Probleme hat und habe gleich durchgezogen, bin aber nicht hundert Prozent gefahren“, erklärte Stiebjahn im Ziel. Das erlaubte Matous Ulman (Ceska Sporitelna-Accolade) aufzuschließen. Der Tscheche blieb Stiebjahns Begleiter bis zum letzten Anstieg, den das Duo bereits mit zweieinhalb Minuten Vorsprung auf drei Verfolger in Angriff nahm. „Ich habe gemerkt, dass ich am Berg stärker bin, wollte aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht alleine sein“, berichtete Stiebjahn, „es waren ja noch 25 Kilometer zu fahren. Auf dem Flachstück hat mir Matous dann auch geholfen.“

Mit dem Teamwork war es dann am letzten Anstieg von Menzenschwand hinauf zum Caritashaus in Richtung Ziel am Seebuck aus. „Ich habe dann alles auf eine Karte gesetzt und bin glücklich, dass es geklappt hat“, erklärte Stiebjahn. Er brachte schließlich noch über eine Minute Vorsprung mit ins Ziel. Matous Ulman zeigte sich mit seinem zweiten Rang durchaus zufrieden. „Ich bin auf den zweiten Platz der Gesamtwertung nach vorne gerutscht“, meinte der Sechste des Auftakt-Zeitfahrens. „Ich hatte am Ende mit Krämpfen zu tun, aber Simon war der Stärkere“, so Ulmann. Aus der dreiköpfigen Verfolgergruppe konnte sich überraschend Simon Schneller (Team Bulls) durchsetzen. Der U23-Fahrer ließ am Anstieg nach der Verpflegungszone Menzenschwand sowohl Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr) als auch Sascha Weber (Maloja-Rocky Mountain) hinter sich und schob sich ddamit auch auf Gesamtrang Drei. „Ich dachte, ich kann eigentlich einen höheren Rhythmus fahren und ich konnte es durchziehen“, so Schneller. „Das war ein super Tag für uns.“ Ob er jetzt den Podest-Platz in der Gesamtwertung verteidigen will? Schneller grinste und sagte in der ihm eigenen, ruhigen Art: „Vor dem Start war das kein Gedanke. Schauen wir mal was die beiden Tage noch bringen.“ Julian Schelb wurde Vierter (+5:50). „Ich habe Stiebi direkt fahren lassen, weil ich schon am Stübenwasen gemerkt habe, dass es schwer wird. Da hat Stiebi auch schon mal Druck gemacht und ich wusste, wenn ich da mitgehe, dann reicht das nicht bis ins Ziel“, konstatierte der Münstertäler, der beim Prolog noch Dritter war.

Der Auftakt-Zweite Max Brandl war bis Todtnau in der Spitzengruppe, musste die Konkurrenz dann aber gleich abreißen lassen. „Die steilen Aufstiege haben ziemlich Körner gezogen“, bekannte der Deutsche U23-Meister von Lexware, der als Tages-Zehnter mit 11:48 Minuten Rückstand wohl alle Chancen auf einen Podiums-Platz in der Gesamtwertung verloren hat. Am Freitag wartet die zweite Etappe des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald auf die knapp 350 Bikerinnen und Biker. Mit 59,0 Kilometern und 2250 Höhenmetern steht die erste Marathon-Etappe mit Massenstart auf dem Menüplan. Start und Ziel sind erneut auf dem Feldberg.

Auch am zweiten Tag des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald bei den Elite Damen heißt die Etappensiegerin Adelheid Morath. Die Trägerin des Gelben Trikots gewann die 59 Kilometer mit Start und Ziel in Feldberg mit 3:58 Minuten Vorsprung auf die Österreicherin Christina Kollmann-Forstner und 5:49 Minuten vor Robyn de Groot aus Südafrika.

Sabine Spitz (Wiawis Bikes), Adelheid Morath (jb Brunex-Felt) und Christina Kollmann-Forstner (Texpa-Simplon) kamen direkt hintereinander den Downhill zur ersten Verpflegungszone in Todtnau herunter. Nach diesen ersten 25 Kilometern hatte Robyn de Groot (Ascendis Health) aber nur einen Rückstand von 15 Sekunden auf das Trio. Danach wurde das Rennen um die Plätze erst richtig eröffnet. Adelheid Morath schaltete im folgenden Anstieg in ihren „Berg-Modus“, wie es Sabine Spitz später formulieren sollte und fuhr der Konkurrenz sofort davon. „Ich habe vorher schon gemerkt, dass ich an den steilen Dingern stärker war und habe in Todtnau dann gleich attackiert“, erklärte Adelheid Morath im Ziel Freude strahlend zu ihrem zweiten Etappensieg. „Die Form war schon bei der EM da“, nickte die in St. Märgen im Hochschwarzwald aufgewachsene 34-Jährige. „Es konnte heute nicht besser laufen.“

Die Titelverteidigerin liegt jetzt 4:19 Minuten vor Christina Kollmann-Forstner. Die blies im Ziel die Backen auf. „Es war mega hart und das Schluss-Stück über die Skibrücke und die Wiese hoch, das tut noch mal richtig weh. Aber ich bin zufrieden.“ Die Salzburgerin war im Anstieg nach Todtnau erst mit Sabine Spitz zusammen, konnte sich dann aber absetzen und wurde auf dem Weg von Menzenschwand zur Passhöhe von Robyn de Groot eingeholt. Die Südafrikanische Marathon-Meisterin hatte dann allerdings Pech. Kurz vor der Skibrücke erlitt sie etwa 1,5 Kilometer vor dem Ziel einen Hinterrad-Defekt. Sie musste einiges an Wegstrecke laufen und verlor damit natürlich die Chance auf Rang zwei. „Ich habe wegen einer Verletzung Probleme mit den ganz intensiven Sachen. Da fehlt mir die Kraft im linken Bein. Deshalb ging auch der Prolog nicht so gut“, erzählte de Groot. „Sonst bin ich mit heute zufrieden, abgesehen vom Defekt. Ich hoffe, ich habe mich beim Laufen nicht die Beine kaputt gemacht.“

Sie hatte Sabine Spitz eingeholt und war mit ihr gemeinsam in den Menzenschwand-Anstieg gegangen. „Etwa nach einem Drittel ist mir Robyn weg gefahren“, berichtete Sabine Spitz, die direkt hinter de Groot als Vierte ins Ziel kam. „Am Anfang ging es ganz gut, ich konnte vorne mitfahren. Wobei ich natürlich nicht weiß, wie viel Körner Adelheid da eingesetzt hat. Mir fehlt vor allem die Kraft über einen längeren Zeitraum.“ Aber das sei ja nach der langen Verletzungspause auch nicht anders zu erwarten. Auf Platz fünf landete mit Antonia Daubermann (Stevens-Global Fine Art) aus Gessertshausen eine U23-Fahrerin. Sie hatte 12:31 Minuten Rückstand auf die Siegerin, lag damit aber noch vor der Vorjahres-Zweiten Clarissa Mai (Link Rad Quadrat) aus Hausach.

Am Samstag steht die dritte und längste Etappe auf dem Programm. Mit Start und Ziel in der Rothaus Brauerei sind 76 Kilometer und erneut knackige 2200 Höhenmeter auf die Bikerinnen und Biker des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald 2018.

Pressebilder, Videos und Ergebnisse täglich unter https://rothaus-bike-giro.de/live-2018

Adelheid Morath und Simon Stiebjahn gewinnen den Auftakt

Simon Stiebjahn (Team Bulls) war bei den Elite Herren als letzter Fahrer auf die zehn Kilometer lange Runde gegangen. Als Streckenchef der Veranstaltung kannte er die Schleife natürlich bestens und hatte sich eine Strategie zurechtgelegt.

Auf dem Papier sieht’s dann häufig aber anders aus, als auf Wald- und Wiesenboden. „Ich habe schon gedacht, ich bin zu schnell angegangen“, bekannte Stiebjahn. „Eigentlich wollte ich zum Herzogenhorn hoch noch mal zulegen, aber das ging nicht. Ich konnte da nur meinen Rhythmus weiter fahren.“ Dass er dennoch vor sich den Deutschen Marathon-Meister Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr) vor sich sah, beruhigte ihn dann wieder. „Da wusste ich, dass ich trotzdem nicht so schlecht unterwegs sein kann.“ Das Gefühl verdichtete sich zur Gewissheit, als Stiebjahn am Feldberg-Seebuck die Ziellinie überquerte und eine deutliche Bestzeit gemessen wurde. Von Vorteil war für Stiebjahn auch, dass er die Zeit von Max Brandl (Lexware Mountainbike Team) kannte, der bis dahin in Führung lag. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Einstand. Ich habe für die kommenden Tage ein starkes Team um mich herum und kann kontrolliert fahren“, meinte Stiebjahn. Max Brandl gratulierte. „Stiebi hat verdient gewonnen“, meinte der Deutsche U23-Meister. Er war in der ersten Abfahrt gestürzt und rechnete insgesamt vielleicht 15 Sekunden Zeitverlust hoch. „Die erste Abfahrt war wahnsinnig rutschig, da habe ich den Kürzeren gezogen“, sagte er grinsend. „Ich habe etwas gebraucht bis ich wieder in Rhythmus gekommen bin, aber dann lief es wieder ganz gut.“

Julian Schelb, der im Vorjahr drei Etappen, darunter auch den Prolog, gewonnen hatte, meinte er habe „das Maximale“ aus sich herausgeholt. „Mehr wäre nicht gegangen.“ Einen möglichen Gesamtsieg, der ihm 2017 durch einen Kettendefekt entging, hat er noch nicht aus den Augen verloren. „Sicher haben Bulls und Lexware starke Teams, aber ich werde versuchen cool zu bleiben und sicher voll Angriff fahren. Ich will gewinnen. Ich weiß, das ist eine große Ansage, aber ich habe nichts zu verlieren“, so Schelb.

Bei den Elite Damen hat sich Adelheid Morath das Gelbe Leaderjersey geholt. Die Deutsche Vize-Meisterin gewann den zehn Kilometer langen Prolog in 29:21 Minuten mit 21 Sekunden vor Christina Kollmann-Forstner und 44 Sekunden vor Sabine Spitz. Damit haben sich die Favoritinnen in Stellung gebracht.

„Ich bin super happy über diesen Start. Ich glaube, mir ist der Anstieg gleich nach dem Start entgegengekommen, der Berg zum Herzogenhorn hoch, dachte ich: ich muss sterben. So flache Anstiege kann ich gar nicht“, erklärte Adelheid Morath (jb Brunex-Felt).

Die Titelverteidigerin überstand aber auch das und fand, dass die zehn Kilometer zum Auftakt der viertägigen Etappenfahrt im Hoschschwarzwald auch „richtig schön“ sei. Christina Kollmann-Forstner (Texpa-Simplon) fand es „ziemlich hart“ und verpasste den Etappensieg nur um 21 Sekunden. „Es lief eigentlich ganz gut“, meinte die Österreicherin. Sabine Spitz (Wiawis-Bikes) freute sich nicht nur über den dritten Platz auf dem Podium, sondern auch darüber, dass sie ohne Handicap unterwegs war. „Ich hatte zum ersten Mal keine Schmerzen mehr“, gestand Spitz. Am Tag zuvor hatte sie sich noch mal einer Behandlung unterzogen. „Das war noch mal ein großer Schritt“, meinte Spitz. Der wirkte sich entsprechend aus. „Ich konnte einen guten Rhythmus fahren und es hat sich sehr gut angefühlt“, meinte Spitz.

Janine Schneider (Cube Bikes, +1:41) fuhr einen guten Prolog und landete auf Rang vier, noch vor der Vorjahres-Zweiten Clarissa Mai (Link Rad Quadrat, +1:44). Die Südafrikanische Meisterin Robyn de Groot (Ascendis Health) verlor als Achte 2:21 Minuten. De Groot verpasste einmal die Linie und musste auch an der Skibrücke absteigen. Dennoch sollte man sie für die kommenden Tage auf der Rechnung haben. U23-Nationalfahrerin Antonia Daubermann (Stevens-Global Fine Arts) wurde Siebte (+2:04), obschon sie sich bei einem Sturz in der ersten Abfahrt die Schaltung demolierte und in der Folge Probleme hatte. „Das ist echt ärgerlich“, fand Daubermann. 14 Sekunden schneller war Hanna Klein (Scott-Sparkasse) als Sechste, die sich eher selbst überraschte, hatte sie doch in den vergangenen Tagen wieder mehr Uni-Stress.

Am Freitag wartet die zweite Etappe des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald auf die knapp 350 Bikerinnen und Biker. Mit 59,0 Kilometern und 2250 Höhenmetern steht die erste Marathon-Etappe mit Massenstart auf dem Menüplan. Start und Ziel sind erneut auf dem Feldberg.

Pressebilder, Videos und Ergebnisse täglich unter https://rothaus-bike-giro.de/live-2018

Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald mit bis zu 400 Teilnehmern aus 16 Nationen; Weltklasse Biathlet Erik Lesser mischt ebenfalls mit

Mit Weltblick zeigt sich die zweite Ausgabe des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald vom 16. bis 19. August 2018, denn bis zu 400 Fahrer/innen aus insgesamt 16 Nationen werden erwartet, um das anspruchsvolle Etappenrennen für Profi- und Jedermann Mountainbiker in Angriff zu nehmen. Ihre neue Heimat über die vier Renntage sind die Gemeinden Feldberg und Grafenhausen.
„30 Prozent der Starter und Starterinnen kommen aus anderen Ländern, darunter aus Südafrika und den USA“, freut sich das Organisationsteam der Sauser Event GmbH aus Villingen-Schwenningen auf das internationale Fahrerfeld, das den zweiten Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald in Angriff nehmen wird.

Der Überraschungsstarter 2018 ist eindeutig Biathlet Erik Lesser., der sich nicht nur auf Schnee quälen kann. Der Doppelweltmeister 2015 und Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spiele von Sotchi kämpft mitunter gern auf dem Bike, ganz nach dem Motto „Im Sommer werden die Winterathleten gemacht“. Im illustren Fahrerlager tummeln sich aber auch die Gesamt-Sieger von 2017, Simon Stiebjahn vom Team Bulls und Nationalfahrerin Adelheid Morath, sowie deren Podest-Kolleginnen aus dem vergangenen Jahr Clarissa Mai (Gesamtzweite 2017) und Miriam Öschger (Gesamtdritte 2017). Mit Olympiasiegerin Sabine Spitz startet die Grande Dame des Mountainbike-Sports und damit eine Favoritin in ihrem Heimatrevier. Auch die Vierte der Deutschen Meisterschaft 2018, Hanna Klein, kennt sich bestens im Schwarzwald aus. Die südafrikanische XC-Meisterin Robyn de Groot (Gesamtdritte Cape Epic 2018) zählt ebenfalls zu den Sieg-Anwärterinnen. Katrin Schwing, die „Yoni“ mit den roten Dreadlocks, möchte gerne das Frauenfeld aufmischen. Bei den Männern gaben auch Martin Frey und Simon Schneller (beide Team BULLS) ihre Startzusage. Die Athleten des erfolgreichen Teams „Ceska sporitelna – Accolade“ mit Matous Ulman, Pavel Boudny, Jan Stroz und Tomas Visnovsky und Uwe Hardter vom semiprofessionellen Team Texpa-Simplon werden ebenfalls ins Vier-Etappenrennen gehen. Lokalmatador Matthias Bettinger vom Lexware TeamBereits ist zum elften Mal beim MTB-Rennen dabei, das im vergangenem Jahr als Trans Schwarzwald Nachfolger einen neuen Namen und eine neue Modalität bekam. Auch die deutsche U23 Herren-Nationalmannschaft des Bund Deutscher Radfahrer ist hochmotiviert.

Der Prolog des zweiten Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald startet am Donnerstag, 16. August auf dem Feldberg über zehn Kilometer und 320 Höhenmeter. Die zweite Etappe mit Start und Ziel am Seebuck/Feldberg, gespickt mit den rassigen Kletterpassagen und Abfahrten, wird zum ersten Scharfrichter auf rund 59 reizvollen Kilometern und 2250 Höhenmetern. Am dritten Renntag wartet die knackige Königsetappe über 76 Kilometer und 2220 Höhenmeter). Hier schickt die sportliche Leitung die Teilnehmer/innen in Grafenhausen/Rothaus auf die Rundstrecke. Ob die Spitzenreiter der ersten drei Etappen dann auch die Gesamtsieger sein werden, entscheidet sich auf der rasanten Final-Etappe mit Start und Ziel auf dem Gelände der Staatsbrauerei Rothaus über 63,5 Kilometer und „nur noch“ 1400 Höhenmeter. Summa summarum bewältigen die Mountainbiker/innen des zweiten Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald also 208,5 Kilometer und 6170 Höhenmeter.

Zur Online-Anmeldung 2018

Prolog wird zum „Brücken“-Tag: MTB-Etappenrennen für Profis und Jedermann startet diesmal auf dem Feldberg

Und jetzt mal andersherum: die zweite Ausgabe des „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“,  Nachfolger der „VAUDE Trans Schwarzwald“, startet 2018 vom höchsten Schwarzwaldgipfel aus und endet in Rothaus. Profi- und Jedermann-Mountainbiker kommen so in einen völlig neuen Genuss der zum Teil bekannten Strecken.

Startort des Prologs am 16. August 2018 ist diesmal der Feldberg. Der Sieger der ersten Etappe wird beim Kampf gegen die Uhr auf einem knapp zehn Kilometer langen Kurs mit 390 Höhenmeter ermittelt „Die Herausforderung des Tages wird sicherlich der Anstieg hinauf zum Herzogenhorn sein“, verrät Mountainbike-Profi Simon „Stiebi“ Stiebjahn, mittlerweile alleiniger Streckenchef des „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“. Natürlich wird auch die schon legendäre Skibrücke mit ihrer Rampe von 37 Prozent nicht fehlen.

Die zweite Etappe führt die Fahrerinnen und Fahrer durch die Tiefen und Höhen des Schwarzwaldes rund um den Feldberg. „Die rund 60 Kilometer (Feldberg-Feldberg) werden das landschaftliche Highlight der diesjährigen Austragung sein“, ist sich das Organisationsteam der Sauser Event GmbH sicher. Insgesamt stehen 1500 Höhenmeter auf dem Programm.

Man sollte über Nacht gut regenerieren, denn am dritten Tage folgt die Königsetappe (Rothaus-Rothaus) mit 2500 Höhenmetern sowie Start und Ziel in Grafenhausen. Der dritte Abschnitt beginnt zwar gemächlich, aber die anspruchsvollen Streckenteile folgen bei Fuß. Ab Mitte des Rennens kommen schließlich die Trail-Fans voll auf ihre Kosten. Highlight der insgesamt 75 Kilometer ist mit Sicherheit der Trail rund um Titisee-Neustadt. Allein auf diesem Streckenabschnitt donnern die Fahrerinnen und Fahrer über zehn Kilometer lang auf Trails durch den Hochschwarzwald.

Fast schon locker zeigt sich schließlich die Schlussetappe (Rothaus-Rothaus). Der 19. August 2018 wird ein Tag zum Genießen. „Auf schnellen Forststraßen lassen sich die letzten Kilometer des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald 2018 hoffentlich zügig absolvieren“, beschreibt „Stiebi“ den Finaltag mit seinen 60 Kilometern und 1600 Höhenmetern. Am Ende wartet bereits das wohlverdiente Rothaus-Bier auf jeden Teilnehmer und Finisher, liegt doch diesmal das Ziel nach einer Gesamtdistanz von rund 204 Kilometern und 6.000 Höhenmeter auf dem Gelände der Badischen Staatsbrauerei.

Zur Anmeldung 2018 – hier klicken!

Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald geht vom 16. bis 19. August 2018 in die zweite Runde – günstigere Frühbucherpreise noch bis einschließlich 23. Dezember 2017 verfügbar

Wenn die Tage wieder länger werden und der Jahreswechsel ansteht, gehen auch die geschulten Blicke der Mountainbiker steil voraus. Höchste Zeit für die Saison- und Rennplanung im Jahr 2018.

Im Kalender rot anstreichen sollten sich die ambitionierten Biker den 16. bis 19. August 2018. Dann steigt die zweite Ausgabe des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald –  jenem Etappenrennen für Mountainbiker, das im vergangenen Jahr als Nachfolger der VAUDE Trans Schwarzwald seine erfolgreiche Premiere im Hochschwarzwald feierte. Über 400 Bikerinnen und Biker nahmen die „Premiere“ mit je zwei Etappen rund um die Rothaus Brauerei und rund um den Feldberg in Angriff. Nach vier Tagen triumphierten am Ende Simon Stiebjahn vom Team BULLS und Adelheid Morath vom Team BikeSportWorld.

Beim Mountainbike-Etappenrennen 2018, erneut für Profis & Jedermann ausgeschrieben, werden nicht nur sportlich die Karten neu gemischt. Auch die Routen bekommen einen neuen Anstrich. Während die Starter 2017 zuerst in Rothaus ins Rennen gingen und die finale Etappe am Feldberg endete, wird es 2018 genau andersherum sein. Den Auftakt bildet ein Prolog am Donnerstag auf dem Feldberg über etwa 20 Kilometer und 500 Höhenmeter. Auf diesen folgen drei Marathon-Etappen von Freitag bis Sonntag (Feldberg-Feldberg sowie zweimal Rothaus-Rothaus) mit einer Gesamtdistanz von rund 215 Kilometern und 5.800 Höhenmetern.

Die ersten Meldungen sind bereits kurz nach Öffnung des Meldeportals eingegangen. Kai und Rik Sauser von der veranstaltenden Sauser Event GmbH erwarten für den zweiten Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald bis zu 500 Mountainbikerinnen und Mountainbiker. Schließlich bürgt das Terrain des Hochschwarzwalds für ein Etappenrennen der kurzen Wege und für attraktive, anspruchsvolle Trails. Wer sich kurz vor Weihnachten noch bis zum 23. Dezember registriert kann von günstigeren Frühbucherpreisen profitieren.

Hier geht’s zur Online-Anmeldung 2018!

Premiere mit attraktiven Strecken und einem prominenten Starterfeld

Premiere mit attraktiven Strecken und einem prominenten Starterfeld

Vieles ist neu und die Premiere steigt bereits in einer Woche: der „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“ feiert sein Debut und ersetzt die „VAUDE Trans Schwarzwald“. Nun gaben der Veranstalter Sauser Event GmbH aus Villingen-Schwenningen und seine Partner weitere Details sowie ein prominentes Starterfeld bekannt.

Mit vier Etappen und zwei zentralen Standorten im wunderschönen Hochschwarzwald wird der „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“ kompakter und bietet damit für Teilnehmer und Organisation deutlich kürzere logistische Wege und noch attraktivere Streckenvarianten. Es locken vom 10. vom 13. August 2017 viele Trail Passagen mit insgesamt 215 Kilometern und knapp 5.800 Höhenmetern.

Das neue Konzept bringt Christian Rasch, Alleinvorstand der Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG als Titelsponsor der Veranstaltung, auf den Punkt. „Rothaus steht für Qualität, Glaubwürdigkeit, Kontinuität und für unsere Heimat, den Schwarzwald“, sagt der Brauereichef und schlägt die Brücke zum neuen Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald: „Die Qualität dieser Veranstaltung ist außergewöhnlich und passt deshalb zu uns.“

Im Etappenprogramm ist ein Prolog als kurze, zuschauerattraktive Auftaktetappe am Donnerstag, 10. August 2017 enthalten. 18,9 Kilometer lang ist das Offroad-Einzelzeitfahren, das rund um die Brauerei Rothaus ausgetragen wird. Christian Behringer, der Bürgermeister von Grafenhausen und der Profimountainbiker Simon Stiebjahn haben die Prologstrecke bei einer gemeinsamen Bikeausfahrt ausgewählt. Am zweiten Renntag erwartet Streckenplaner Stiebjahn „eine schnelle Etappe und den Flowtrail bei Ewattingen als Highlight“. Insgesamt 65,4 Kilometer und 1450 Höhenmeter bringt die erste Marathonetappe auf den Tacho. Start und Ziel befinden sich erneut im Herzen der Brauerei Rothaus.

Die dritte Etappe am Freitag, 12. August 2017 wird mit dem Start- und Zielort Feldberg die anspruchsvolle Königsetappe des diesjährigen Etappenrennens sein: 76,6 Kilometer mit 2340 Höhenmeter werden den Bikerinnen und Bikern alles bieten und abverlangen, was das Mountainbikerherz begehrt. „Diese Etappe wird mein persönliches Highlight. Hier haben wir alles reingepackt, damit wir das Bikerevier Hochschwarzwald von seiner schönsten Seite zeigen können“, sagt Stiebjahn in voller Vorfreude. Auf der finalen Etappe am Sonntag wird die berüchtigte Feldberger Skibrücke, die über die Bundesstraße führt, gleich dreimal überquert: „Zweimal uphill, einmal downhill und die Würze liegt hier in der 37-prozentigen Steigung“, verspricht Feldbergs Bürgermeister Stefan Wirbser.

Der Blick auf die Meldeliste verrät, dass der Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald neben den vielen ambitionierten Hobbybikern auch ein großartiges Elitefeld erwartet. „Wir erwarten mehr als 400 Starter aus 17 Nationen. Es ist toll, dass unsere Veranstaltung eine internationale Strahlkraft besitzt“, schwärmt Rik Sauser. Neben Streckenplaner Simon Stiebjahn, der ganz aktuell deutsche Meister im „Eliminator Sprint“ und Vizemeister im „Cross-Country“ wurde, haben sich Olympiasiegerin Sabine Spitz, Adelheid Morath, die niederländische Meisterin Hielke Elferink, der Freiburger Moritz Milatz sowie der zweimalige österreichische Olympiateilnehmer Christoph Soukup angekündigt. Ergänzt wird das Feld von Sascha Weber, dem Marathon-Vizeeuropameister aus 2015, sowie vielen starken internationalen Teams aus Belgien und den Niederlanden, die ebenfalls ein Wörtchen um den Sieg mitreden werden. Es werden spannende Tage und Etappen im Hochschwarzwald mit einem finalen Showdown auf dem Feldberg.

Die Online-Anmeldung 2017 ist noch bis einschließlich Donnerstag, 3. August geöffnet!

Streckendesign

Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald: Streckendesign durch Profimountainbiker Simon Stiebjahn

Die Strecken des neuen „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“ nehmen aktuell ihr finales Profil an. Der Profimountainbiker Simon Stiebjahn vom Team Bulls zeichnet sich ab 2017 für die Routenauswahl des runderneuerten Mountainbike-Etappenrennens „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“ verantwortlich, welches die veranstaltende Sauser Event GmbH nach elf erfolgreichen Jahren als neues Format auf die „VAUDE Trans Schwarzwald“ folgen lässt.

„Stiebi“, wie Simon Stiebjahn überall nur genannt wird, hat dafür sein heimisches Trainingsrevier durchforstet und vier wunderschöne Etappen für den Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald herausgefiltert, welche aktuell zur finalen Abstimmung bei den Behörden zur Begutachtung liegen. Das neue Einsatzgebiet von Stiebjahn kommt dabei nicht von ungefähr. Stiebi hatte im Jahr 2016 für einen Praktikumsplatz bei der Sauser Event GmbH angeheuert und schnell wurde klar, dass er mehr Qualitäten besitzt, als lediglich mit seinem Bike durch die Wälder zu fegen. „Wir haben mit Stiebi eine Zusammenarbeit vereinbart, die ihm viel Raum lässt, sich weiterhin voll auf den Mountainbikesport zu konzentrieren und nebenher sein Talent in der Eventorganisation mit einzubringen“, erläutert Rik Sauser von der Sauser Event GmbH. Oberste Priorität bleibt bei Stiebi jedoch die Passion zum Leistungssport, die er jetzt um diese Erfahrungen erweitern kann.

Der „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“ ersetzt ab 2017 die ehemalige „Vaude Trans Schwarzwald“ und wird sich in einem neuen Gewand präsentieren. Die Tour wurde um einen Tag auf vier Etappen verkürzt. Zudem wartet bei der Premierenetappe am Donnerstag eine große Änderung auf alle Teilnehmer. Die Auftaktetappe am 10. August 2017 ist ein knapp 20 km langer Prolog rund um Grafenhausen, der als Einzelzeitfahren ausgetragen wird. Start und Ziel wird mitten im Herzen der Badischen Staatsbrauerei Rothaus sein, die zusätzlich das Titelsponsoring der Veranstaltung übernommen hat.

Die Brauerei Rothaus bildet auch den Start- und Zielpunkt für die zweite Etappe am Freitag, 11. August. Etwa 75 Kilometer und 1.700 Höhenmeter warten an diesem Tag auf alle Bikerinnen und Biker. Ein Highlight der zweiten Etappe bildet sicherlich der attraktive Flowtrail bei Ewattingen. Die Etappe führt außerdem durch die Regionen Bonndorf, Wutach und Schluchsee bevor es wieder zurück ins Ziel nach Rothaus geht. Für die dritte und vierte Etappe am Samstag und Sonntag macht der Tross des „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“ einen Locationwechsel auf den Feldberg, wo sich Start und Ziel der beiden finalen Etappen auf 1200 Meter ü. NN. am Seebuck befinden. Die dritte Etappe wird als anspruchsvollste Königsetappe ausgewiesen und führt mit ca. 70 Kilometern und rund 2500 Höhenmetern einmal quer durch Stiebjahns Heimrevier. Dabei ist die Etappe mit knackigen Anstiegen und wunderschönen Single Trails gespickt, welche die Bikerherzen der Teilnehmer höherschlagen lassen. Die letzte Etappe führt nochmals quer durch den Hochschwarzwald und ist gleichzeitig mit 55 Kilometern die kürzeste Etappe. Allerdings gibt es an diesem Finaltag nochmals ein paar ordentliche Schippen an Höhenmetern zu bewältigen. „Ein Tag zum Entspannen wird es sicherlich nicht“, verrät Simon Stiebjahn mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Etwa 2.200 Höhenmeter warten auf die Teilnehmer und dabei ist als „Hotspot“ dieser Etappe eine dreimalige Überfahrt der schon legendären Skibrücke am Feldberg mit bis zu 30% Steigung eingeplant. Für die Zuschauer wird dieser Abschnitt sicher ein Spektakel, bei dem der harte Kampf um den Gesamtsieg auf den letzten Metern entschieden werden könnte.

Ein großer Vorteil beim neuen Gesamtkonzept liegt in der deutlich flexibleren Gestaltung der Streckenführung als in den Vorjahren. Bei bei der VAUDE Trans Schwarzwald wurde diese Variabilität durch teilweise sehr lange Distanzen zwischen den unterschiedlichen Start- und Zielorten von Natur aus eingeschränkt. Ebenfalls neu sind Sprintwertungen auf allen Etappen, bei denen die schnellsten Damen und Herren jeweils wertvolle Bonussekunden im Rennen um den Gesamtsieg ergattern können.

Alles in allem dürfen sich die Teilnehmer auf eine abwechslungsreiche Strecke und vier Tage „Mountainbiking pur“ freuen. Trotz 220 Kilometern und 6.500 Höhenmetern wurde bei der Streckenwahl der Focus auf den Fahrspaß gerichtet. Der Trailanteil wird deutlich höher sein als in den Vorjahren und auch landschaftlich führt die Route in die schönsten Ecken des Hochschwarzwalds. Den Teilnehmern bieten sich immer wieder einzigartige Panoramaausblicke sowie ein großartiges Finale auf dem Feldberg.

Jetzt online anmelden !

Die Etappenübersicht des „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“ 2017:

  1. Etappe/Prolog am Donnerstag, 10. August 2017
    Rothaus -> Rothaus
    ca. 20 km / 350 hm
  2. Etappe am Freitag, 11. August 2017
    Rothaus -> Rothaus
    ca. 75 km / 1.700 hm
  3. Etappe am Samstag, 12. August 2017
    Feldberg -> Feldberg
    ca. 70 km / 2.500 hm
  4. Etappe am Sonntag, 13. August 2017
    Feldberg -> Feldberg
    ca. 55 km / 2.200 hm

Startschuss für die Onlineanmeldung

Startschuss für die Onlineanmeldung zum Bodensee Megathlon Radolfzell 2017

Bei der 13. Ausgabe des „Bodensee Megathlon Radolfzell“ am 22. und 23. Juli 2017 mit dem Dreh- und Angelpunkt Herzenbad wird das bewährte Erfolgskonzept der Multisport-Veranstaltung in Radolfzell am Bodensee fortgesetzt. Durch erfolgreiche Vertragsverlängerungen mit den vier Hauptpartnern Sparkasse Hegau-Bodensee, Lapp Group, Stadt Radolfzell und Aqua Lung können sowohl die veranstaltende Sauser Event GmbH wie auch die Teilnehmer die nächsten drei Jahre mit Planungssicherheit in Angriff nehmen.

Die bewährten Kategorien und Wettbewerbe werden ebenso beibehalten wie die aufwendige Logistik auf dem attraktiven Herzenbadgelände direkt am Seeufer. Die Erfahrung zeigt, dass viele der teilnehmenden Hobbysportler Wiederholungstäter und damit fast schon „Stammkunden“ sind. Auch diesmal werden sie unter anderem in das Gewässer des Untersees eintauchen und die 1,5 Kilometer lange Schwimmstrecke in Angriff nehmen, aufs Rennrad steigen, um die 42,0 Kilometer entlang des Sees durch die Bilderbuchlandschaft der Höri und über den berüchtigten Schienerberg mit seinen insgesamt 600 Höhenmetern zurücklegen sowie auf die flache und schnelle 20,0 Kilometer lange Inlinestrecke starten. Mit dem Mountainbike bestreiten die Athleten und Athletinnen 600 Höhenmeter verteilt auf 36,0 Kilometer und laufen die abschließenden zehn Kilometer durch die attraktive Altstadt und den Stadtpark von Radolfzell zum Ziel Herzenbad.

Der Veranstalter erwartet für 2017 erneut bis zu 2000 Teilnehmer, die entweder einzeln, zu zweit oder im Fünferteam den 13. Bodensee Megathlon Radolfzell bewältigen werden. Die Anmeldegebühren bleiben unverändert. Schnellentschlossene haben erneut die günstigsten Konditionen und ein perfektes Geschenk unterm Weihnachtsbaum. Das Online-Portal öffnet rechtzeitig zum 15. Dezember 2016.

Hier geht’s zur Anmeldung 2017!